Verwende Schatten und Lichtspiele, um den stilisierten Filmlook klassischer Krimifilme zu erhalten.
Text: Sarah Alexandra Fechler, Fotos: Peter Fenech
� Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene
� Zeitaufwand: 90 Minuten
Das brauchst du:
� Kamera & Standard-Objektiv
� Stativ
� Bildbearbeitungssoftware
� Fernauslöser
Einige der berühmtesten Bilder der Geschichte sind keine Fotografien, sondern Standbilder aus Filmen. Das klassische Kino ist eine wahre Kunst. Als Fotograf kann es befriedigend sein zu sehen, wie viel Arbeit in die Produktion einiger der berühmtesten Filme investiert wurde. Man könnte sogar sagen, dass das Kino die ultimative Manifestation der Bildgestaltung ist, denn nur wenige Standbilder erhalten ein vergleichbares Budget.
Ein Stil, der viele große Regisseure und Fotografen gleichermaßen beeinflusst hat, ist der Film Noir. Er zeichnet sich durch eine Low-Key- Beleuchtung aus. Das bedeutet, dass die Schatten gegenüber den Lichtern überwiegen. Bilder in diesem Stil sind unglaublich atmosphärisch und emotional. Dieser Look wird oft mit klassischen amerikanischen Kriminalfilmen der 1950er Jahre in Verbindung gebracht, kann aber auch in der Straßenfotografie und sogar bei Reisebildern wirkungsvoll eingesetzt werden.
Bei dieser Aufnahme in Rom ist die Sonne schon lange hinter dem Horizont verschwunden, und als ich durch die ungewöhnlich touristenfreien Straßen schlenderte, brauchten wir einen Weg, um die Faszination dieser einsamen Gestalt zu vermitteln, die die Stufen hinaufsteigt. Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme war hier die optimale Wahl, um das kontrastreiche Licht zu nutzen. Für die maximale Wirkung braucht es aber gutes Timing und eine ausgefeilte Bearbeitung. Hier lernst du, wie dir solche Bilder gelingen!