Egal, ob du den Menschen als solchen im Akt porträtieren oder seinen Körper als anonyme Skulptur darstellen möchtest: Eine fesselnde Aktaufnahme lebt vor allem von dem Modell und somit von deinem Feingefühl für den Umgang mit diesem. Der Schlüssel zu starken Aktund Boudoirfotos liegt vor allem darin, mit dem Modell zu interagieren und eine Verbindung aufzubauen. Um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, solltest du kommunikativ sein: Sprich vor dem Shooting mit deinem Gegenüber über die Bild idee und tausche dich während des Fotografierens über Posen und Ausdruck aus. Gib Feedback, was gut und weniger gut funktioniert, und zeige dem Modell die( Zwischen-) Ergebnisse.
Reflektor & Diffusor
Um eine vorhandene Lichtsituation zu beeinflussen, zeigen bereits einfache Hilfsmittel eine große Wirkung. So kannst du Schattenbereiche z. B. mit einem Reflektor aufhellen oder zu hartes Tageslicht mit einem Diffusor weicher zaubern. Für Fotografierende, die gerne mit Tageslicht arbeiten, wird ein faltbarer Reflektor mit unterschiedlichen Oberflächen so zum perfekten Begleiter für jedes Shooting. Reflektor-Sets bestehen meist aus einem durchscheinend weißen – und diffusen – Reflektorschirm als Basis sowie Hüllen in Gold, Silber, Weiß und Schw arz für verschiedene Lichteffekte.
Models finden
Die Grundvoraussetzung für jedes Aktshooting ist natürlich ein Modell. Auf Online-Plattformen wie zum Beispiel model-kartei. de oder pixolum. com kannst du in einem großen Pool nach dem Modell suchen, das optimal zu deiner Bild idee passt. Viele Fotografierende und Models vernetzen sich aber auch in den sozialen Medien wie zum Beispiel auf Instagram oder Facebook. Unser Tipp: Kommt es zu einem Shooting, solltest du nicht auf einen Vertrag verzichten. Arbeite mit dem Modell auf unentgeltlicher Basis zusammen und schließe einen TFP-Vertrag( Time for Prints) ab.
Lichtstarke Objektive
Die meisten der Aktaufnahmen in diesem Special wurden mit einem lichtstarken Objektiv mit großer Offenblende festgehalten. Dabei kamen sowohl Zoomobjektive mit einer maximalen Offenblende von bis zu f / 2 als auch Festbrennweiten mit bis zu f / 1,2 zum Einsatz. Insbesondere, wenn du deine Models mit vorhandenem und natürlichem Licht in Szene setzen möchtest, lohnt sich der Griff zu einer Optik mit hoher Lichtstärke, um ISO-Werte gering zu halten und kurze Verschlusszeiten zu erhalten. Außerdem lassen sich mit offenen Blenden butterweiche Bokehs und somit ein reizvolles Spiel zwischen Schärfe und Unschärfe erzeugen. Indem du bestimmte Bildbereiche scharf und andere unscharf abbildest, kannst du nicht nur den Blick durch das Motiv leiten und den Bildbrennpunkt bestimmen, sondern auch intime Körperbereiche kunstvoll aus dem Fokus nehmen und dezent mit Unschärfe verschleiern.