PhotoWeekly 03.04.2019 | Page 12

News T E C H N I K | T R E N D S | K U LT U R  12 »HORIZONTE ZINGST« Open-Air-Fotoschauen Unübersehbar präsentiert das Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2019 wieder besondere Foto- ausstellungen Open Air unter freiem Himmel. Die größte Schau wird am Ostseestrand im Bereich der Seebrücke stehen. Ebenfalls im Großformat gestaltet werden Aus- stellungen an der Jordanstraße, vor dem Max Hünten Haus und auf dem Postplatz. Gezeigt wird ein weites Spektrum wichtiger Themen sehenswerter Bilder, beginnend von der Plastikvermül- lung der Weltmeere über Aspekte des Klimawandels und Arten- schutzes bis hin zu gesellschaftli- chen Bedrohungsszenarien. Großartige Refe- renten und ihre Multivisionsshows sind ein fester Bestandteil des Umweltfotofes- tivals »horizonte zingst« (25. Mai bis 30. Juni 2019). Der Ticketvorverkauf hat begonnen: horizonte-zingst.de National Geographic Vorsicht Plastik – die Vermüllung der Weltmeere Ausstellungsort: Strand
neben der Seebrücke Vernissage 24.05.2019 | 19:00 Uhr Führung 25.05.2019 | 20:00 Uhr Zeitraum: 24.05. – 30.06.2019 In Zusammenarbeit mit dem Magazin National Geographic entstand diese Ausstellung als Mahn- mal gegen den gedankenlosen Umgang mit Plastik. Zitat aus dem Heft vom Juni 2018: „Wir haben es er- funden. Wir brauchen es. Wir ertrinken darin. Heute steckt es in den meisten Produkten – vom Flugzeug bis zum Herzschrittmacher. Etwa acht Millionen Tonnen landen jedes Jahr im Meer. Mehr als 40 Prozent werden nur einmal benutzt und dann weggeworfen.“ Es ist Zeit, umzudenken. Die beste Regel gegen diese Pest heißt Vermeidung, sonst sind alle Maßnahmen des Entsorgens vergebens. Jimmy Nelson Homage to Humanity Ausstellungsort: Jordanstraße Vernissage 25.05.2019 | 11:00 Uhr Multivisionsshow 24.05.2019 | 20:00 Uhr Zeitraum: 25.05. – 31.01.2020 Der Fotograf Jimmy Nelson wird von einer großen Idee um die Welt getragen: Es ist sein Ziel, Traditio- nen und Bräuche möglichst vieler indigener Volks- gruppen in seinen Fotografien zu inszenieren, sie zu dokumentieren und ihnen damit ein Denkmal zu setzen. Für ein Stückchen Ewigkeit. Und um über etwaige Landes- und Verständnisgrenzen hinweg darauf aufmerksam zu machen, in was für einer facettenreichen Welt wir leben. Noch. Denn mit fort- schreitender Globalisierung verschwimmen und ver- schwinden zunehmend kulturelle Selbstverständ- lichkeiten ebenso wie traditionelle Besonderheiten. Für sein Großprojekt und gleichzeitig sein neues Buch „Homage to Humanity“ war Jimmy Nelson etwa bei einem Clan der Mundari im Süd-Sudan zu Gast, ist mit einer Gruppe des Volkes der Dolganen per Schlitten durch den sibirischen Winter gefah- ren, hat das Gerewol-Festival im Tschad beobachtet oder hat mit dem Stamm der Kaluli den Regenwald Papua-Neuguineas durchstreift. Präsentiert wird die Ausstellung vom Magazin GEO. Johnny Miller Unequal Scenes – soziale Kontraste Ausstellungsort: Der US-Fotograf Johnny Miller, Postplatz I mit Wohnsitz in Südafrika, hat es Zeitraum: sich zum Ziel gemacht, mit Hilfe 15.5. – 15.9.2019 von Drohnenfotografie den Blick- Vernissage 26.5.2019, 18 Uhr winkel auf soziale Fragen zu ver- ändern. Aus der Luft fotografiert er die Spaltung der Gesellschaft: rechts die Blechhütten, links die Villen und Golfplätze. Dort, wo Slums und Nobelviertel sich berühren, findet er seine Motive, welche auch unter ästhetischen Gesichtspunkten einen Reiz auf den Betrachter ausüben: „Als Fotograf weiß ich, worauf Menschen schauen, welche Bilder sie anziehen. Deshalb habe ich mich für Luftaufnahmen ent- schieden:
Damit die Leute an ihnen hängenbleiben, länger darauf schauen – und so auf das Problem der Ungleichheit aufmerksam werden.“ Die Ausstellung entstand aus der Zusammenarbeit mit der Bildre- daktion des Magazins „stern“. Die Produktion der Ausstellung wird auf besondere Weise im Chromaluxe-Verfahren durchgeführt.
 AWI Alfred Wegener Institut Behind the Arctic Science – Klimaforschung am Ende der Welt Ausstellungsort: Das Alfred-Wegener-Institut in Open-Air-Instal- Bremerhaven ist führend in der lation Max Hünten Haus Erforschung der Polarregionen. Zeitraum: Esther Horvath begleitet als 25.5.2019 bis 28.02.2020 Fotografin und Bildredakteurin die Forschungsarbeiten mit größ- Multivisionsshow 26.5.2019, 20 Uhr ter Intensität und aussagekräf- tigen Fotografien. Die grandiose Schönheit polarer Landschaften mit faszinierenden Strukturen und einer geradezu magischen Farbig- keit der unterschiedlichen Lichtsituationen wird in den ausgewählten Fotografien sichtbar. Außerdem dokumentiert Esther Horvath die Arbeit der Wissen- schaftler und das „alltägliche“ Leben in den For- schungsstationen mit hochinteressanten Bildern, die bisher ungesehene Einblicke gewähren. Wer den Klimawandel immer noch nicht zur Kenntnis ge- nommen hat, wird hier augenfällige Beweise finden, wie es um die Erderwärmung bestellt ist. Björn Vaughn in Zusammenarbeit mit BOS Schutzbedürftig – Orang Utans in Borneo Seit Jahren begleitet Björn Vaughn Ausstellungsort: Postplatz II zusammen mit dem BOS (Borneo Zeitraum: Orang-Utan Survival Deutsch- 15.5.2019 – 15.5.2020 land) die Schutzmaßnahmen für diese bedrohte Spezies in Borneo mit der Kamera. Die Rodungen des Regenwaldes und das Vordringen der sogenannten Zivilisation reduzieren die Lebensräume der imposanten Tiere. Die Fotos sind ein Appell für ihre Schutzbedürftig- keit. Seit 2016 werden die Borneo-Orang-Utans auf der roten Liste der Weltnaturschutzunion als „akut vom Aussterben bedroht“ geführt. International wie national stehen sie deshalb unter strengem Schutz. Ihr Lebensraum in der Regel aber nicht. Das Überle- ben der Letzten dieser Art kann deshalb nur gelin- gen, wenn der Regenwald bewahrt wird: Nur wenn wir ihn retten, retten wir die Orang-Utans und mit ihnen zahlreiche andere gefährdete und endemi- sche Arten. Die Ausstellung soll die Schutzbedürf- tigkeit der Orang-Utans ins Bewusstsein rücken. Die BOS-Rettungsstation in Samboja Lestari ist eine der letzten grünen Inseln der Region. Diese gilt es dringend zu erhalten.