PhotoWeekly 04.02.2026 | Page 14

SPECIAL FOTO-PROJEKT 14

Kunstwerke reproduzieren

Gemälde richtig fotografieren – mit Kamera- und Lichttechnik, die funktioniert.

Text: Sarah Alexandra Fechler, Fotos: James Paterson

Ob du ein Gemälde wie dieses fotografieren, alte Drucke digitalisieren oder Leinwandarbeiten originalgetreu abbilden möchtest – es erfordert etwas Übung, Kunstwerke richtig mit der Kamera zu reproduzieren. Die Farben müssen naturgetreu wiedergegeben werden, gleichzeitig kommt es auf Lichtverteilung, Winkel und Qualität der Ausleuchtung an, um Reflexionen zu minimieren und das Motiv optimal darzustellen.

Dieses Gemälde besticht durch eine subtile Farbpalette. Damit es sowohl für den Druck als auch für die digitale Wiedergabe geeignet ist, muss es korrekt fotografiert werden. Die Grundlage dafür sind Kamera, Objektiv und die passenden Belichtungseinstellungen. Danach kommt das Licht ins Spiel – und hier ist ein durchdachtes Set-up entscheidend. Für eine saubere Reproduktion braucht es zwei Lichtquellen. Wenn Reflexionen zum Problem werden, lässt sich mit Kreuzpolarisation gezielt gegensteuern. Die Technik ist vor allem durch ihre bunten Effekte bei der Aufnahme transparenter Kunststoffe bekannt – doch auch in der Repro-Fotografie ist sie nützlich. Alles, was wir dafür brauchen, ist eine polarisierte Lichtquelle und ein zirkularer Polarisationsfilter auf dem Objektiv. Das Ergebnis: Selbst feine, oft kaum sichtbare Lichtreflexe, die Details und Pinselstrukturen überlagern, werden vollständig eliminiert. Besonders bei dunklen, glänzenden Gemälden ist das ein großer Vorteil, denn sie sind besonders anfällig für störende Lichtspiegelungen.

Das

Set-up