Der große Vorteil der Kreuzpolarisation ist das vollständige Eliminieren von Reflexionen – besonders bei dunklen, glänzenden Gemälden ein echter Gewinn. In diesem Fall war vor dem Drehen des Polfilters am Objektiv eine deutliche Spiegelung der Lichtquelle auf dem Kunstwerk zu sehen.
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Reflexionen
entfernen
Nach dem Drehen des Polfilters ist die Spiegelung verschwunden – selbst der goldene Rahmen links wirkt fast schwarz. Genau das ist der Effekt der Kreuzpolarisation: nahezu keine Reflexionen. Feine Details wirken klarer, und störende Lichter in Pinselstrichen verschwinden.
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Keine Polfilter?
Dann so
Auch ohne Polfilter gelten die gleichen Grundregeln: Stelle zwei Lichtquellen im 45-Grad-Winkel links und rechts vom Kunstwerk auf – mit gleichem Abstand und identischer Leistung. Wenn vorhanden, sorgen Softboxen für weicheres Licht und eine gleichmäßigere Ausleuchtung.
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Kamera-
einstellungen
Stelle deine Kamera auf das RAW-Format. Für die Belichtung nutze den manuellen Modus mit ISO 100, Blende f / 8 und einer Verschlusszeit von 1 / 200 Sekunde. Mach einige Testaufnahmen und passe die Blitzleistung an – beide Blitze sollten dabei auf gleicher Stärke bleiben –, bis die Ausleuchtung passt.
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Lichtverteilung
prüfen
Das Licht sollte gleichmäßig über das gesamte Gemälde fallen. Zum Testen eignet sich eine weiße Kartonfläche: Fotografiere sie und prüfe, ob Hotspots sichtbar sind. Etwas Unterbelichtung hilft dabei – dafür einfach kurz die Blende weiter schließen. Wenn das Licht ungleich verteilt ist, rücke die Lampen etwas zurück und erhöhe die Leistung.
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Lichtquellen
abstimmen
Verwende möglichst zwei identische Lichtquellen mit gleicher Leistung – mische keine unterschiedlichen Marken oder Lichttypen. Achte auf einen hohen Farbwiedergabeindex( CRI) für präzise Farben. Falls du Lichtformer wie Softboxen nutzt, sollten auch diese identisch sein, da Licht immer die Farbe der Fläche annimmt, von der es reflektiert wird.