PhotoWeekly 04.02.2026 | Page 20

Foto: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv / Mark Weber
Museum Ludwig, Köln, Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv © Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur-August Sander Archiv, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Archiv Museum Ludwig

KULTUR AUSSTELLUNG 20

Wie das Lächeln in die Fotografie kam

QUICKFACTS

Smile! 1.11.2025 – 22.3.2026

Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

Di.– So. 10 – 18 Uhr www. museum-ludwig. de

Smizing, Squinching, Duckface,

Fish Gape, Cheese oder Prunes: Schönheitsideale und Soziale Medien lösen immer schnelllebigere Trends für Porträtfotos aus. Die Ausstellung in den Fotoräumen des Museum Ludwig untersucht, wie sich unsere „ Fotografiergesichter“ im Laufe der Zeit verändert haben. Sie bringt anonyme Porträtfotografien und künstlerisch gestaltete Porträts aus dem 19. bis 21. Jahrhundert zusammen zu einer Geschichte des Lächelns.

Ob wir lächeln, wenn wir wissen, dass wir fotografiert werden, oder nicht, ob wir dabei Zähne zeigen oder nicht, das hängt von gesellschaftlichen Konventionen und der Entwicklung der Fototechnik ab. Dass die Menschen, die im 19. Jahrhundert ins Fotoatelier gingen, um sich fotografieren zu lassen, selten lächeln, entsprach den Wünschen und Konventionen, wie man sich auf einem Porträt zeigen wollte. Schon 1927 schrieb der Soziologe Siegfried Kracauer davon, dass sich die Welt – und damit auch der Mensch darin – ein „ Photographiergesicht“ zugelegt habe. Die Präsentation im Museum Ludwig will zeigen, dass sich daran bis heute nichts verändert hat. Das Lächeln hat eine Geschichte. Und wir sollten es uns erhalten.

Installationsansicht Smile!

Foto: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv / Mark Weber

August Sander, Mädchen mit Ball, 1910er Jahre

Museum Ludwig, Köln, Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv © Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur-August Sander Archiv, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Klassenfoto, 1923

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