Radiant analysiert Motive wie ein Fotograf, DxO optimiert technisch bis ins Detail. Beide Programme konzentrieren sich stärker auf Bildqualität als auf Effekte.
RADIANT PHOTO 2.2
170 €( Basislizenz)
Mit jedem Update von Radiant Photo zeigt sich: Die Software denkt anders und eher wie Fotograf als Pixelschubser. Die App analysiert Motive, erkennt Tiere, Architektur oder Gesichter treffsicher und schlägt passende Workflows vor. Die erweiterte Gesichtserkennung sowie neue, optional erhältliche
PRO
intelligentes Bedienkonzept
Automatik-Presets
responsive Benutzerführung
Stapelverarbeitung Geschwindigkeit
CONTRA
Mehrpreis für Workflow-Pakete
Motiv-Workflows, etwa für Wildlife, arbeiten im Test überzeugend, dazu kommen schnellere Batch-Verarbeitung und eine nochmals feinere Farbanalyse. Die Presets liefern erstaunlich stimmige Ergebnisse per Klick. Gleichzeitig stehen umfangreiche manuelle Regler bereit – man hat tatsächlich den Eindruck, noch den letzten Schleier von einem ohnehin guten Motiv zu ziehen. Eine Maskierungsfunktion vermisst man nach wie vor. Stattdessen setzt Radiant auf motivbasierte Module wie Gesichts- und Lauboptimierung oder selektive Farbkorrektur. Man verzichtet meist auf Fachbegriffe und gibt Fotografen stattdessen lösungsorientierte und eindeutige Werkzeuge an die Hand.
Weitere
Infos �
DXO PHOTOLAB 9 ab 229 €
DxO PhotoLab 9 setzt weiterhin auf seine messtechnische Erstkorrektur und optimiert beim Öffnen automatisch Schärfe, Verzerrung und Belichtung auf Basis der Kamera- / Objektivkombination. Die laufend erweiterte Objektivdatenbank liefert dabei zuverlässig technisch ideale Ausgangsbilder. Herzstück bleibt DeepPRIME 3 inklusive XD3 X-Trans für Fujifilm zur Bildent-
PRO
Hardware-basierte Autokorrektur
hervorragende Bildentrauschung
KI-Maskierung
Bearbeitungsworkflow
selektive Anpassungen
CONTRA
kaum Neuheiten in Version 9
rauschung – hier ist DxO nach wie vor Spitzenklasse. Während die Standard-Entrauschung nun live beurteilt werden kann, ist bei den rechenintensiven Pro-Varianten weiterhin nur eine Teilvorschau möglich. Im Gegensatz zu Adobe Lightroom oder Photoshop erlaubt DxO zudem eine deutlich feinere manuelle Justage – hier wird nicht einfach glattgebügelt, sondern differenziert optimiert. Erfreulich, dass DxO das entsprechende Menü aufgeräumt und die veralteten Versionen entfernt hat. Neu sind außerdem KI-Masken für lokale Anpassungen. Sie erleichtern die Selektion spürbar, sind jedoch noch nicht ganz so intuitiv und präzise wie beispielsweise in Lightroom. Insgesamt bleibt PhotoLab die technische Referenz, wenn es um Bildentrauschung geht und liefert auch bei der handwerklichen Korrektur gut ab.