Der Mensch – facettenreich, widersprüchlich, erstaunlich. Er erschafft und zerstört, liebt und fürchtet, träumt von Sicherheit und gleichzeitig von Freiheit. Das Fotofestival rückt 2026 den MENSCH ins Zentrum der Betrachtung – als Teil eines großen Ganzen.
Wie wollen wir miteinander leben – über Grenzen, Meinungen und Kulturen hinweg? Wie gestalten wir unsere Umwelt, sodass ein Überleben auch in der Zukunft möglich sein kann? Diese und weitere Fragen bilden die Grundlage für die Ausstellungen, die Kuratorin Edda Fahrenhorst ausgewählt hat: „ Nach den großen Themen der letzten Jahre wie Flora, Fauna oder Ressourcen holen wir nun den MENSCH in den Fokus: Es geht um jeden von uns – nicht nur im individuellen Kosmos, sondern weit darüber hinaus.“ Weltoffenheit, Mitgefühl, Liebe, Neugierde, Spiel und Forscherdrang bekommen ihren Raum in den Ausstellungen der 19. Ausgabe des Umweltfotofestivals.
Kleine Spielfiguren werden zu monumentalen Ikonen: Am Strand von Zingst erscheinen sie überlebensgroß. Die Serie erzählt von der menschlichen Fantasie, von erfundenen Welten und großen Geschichten. Gleichzeitig zeigen sie, wie sehr unsere Idealbilder geformt sind – gestaltet, produziert, in Plastik gegossen. Helden für die Hosentasche. Ewiger Spaß und ewige Träume zum Sammeln.
Robbie Shone ist Fotograf, Kletterer, Abenteurer und Entdecker. Seit Jahren erforscht er Höhlen, Gletscherspalten und unterirdische Flüsse – Orte, die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Seine Bilder zeigen Räume von beeindruckender Klarheit und Größe. Der Mensch erscheint darin oft klein – als Maßstab in einer Landschaft, die lange vor ihm existierte.
Zed Nelson –
The Anthropocene Illusion
29. Mai 2026 – 28. Februar 2027
Gemalte Landschaften, Safari in Betonkulissen, Schnee aus Kanonen, wilde Natur hinter Glas: In dem Projekt richtet Zed Nelson den Blick auf Orte, an denen Natur zur Inszenierung wird. Freizeitparks, Zoos, künstliche Strände und Themenwelten versprechen Nähe zur Wildnis – und zeigen zugleich, wie weit wir uns von ihr entfernt haben. Alles wirkt vertraut – und zugleich merkwürdig konstruiert.
Wie stark der Zugang zu Licht das menschliche Leben beeinflusst, zeigt die Arbeit von Rubén Salgado Escudero. Alltag, Arbeit, Wohnräume und sozialen Zusammenhänge werden darin ausschließlich mit Licht aus Solarenergie sichtbar gemacht. Jede Aufnahme stellt die Person in Beziehung zu ihrer unmittelbaren Umgebung und ihren Tätigkeiten.
Darüber hinaus lädt Zingst dazu ein, sich in den verschiedenen Formaten wie Talks, Vernissagen, Foto- Workshops und Multivisionsshows mit Fotografie zu beschäftigen und all das an einem der schönsten Orte Deutschlands. Am Strand mit Blick auf die Ostsee findet dieses Jahr auch wieder an acht Abenden hintereinander die Bilderflut statt. Mehr als 45 Fotografinnen und Fotografen werden am Festival beteiligt sein und ihre Arbeiten zeigen.
Eine Übersicht der Festival-Ausstellungen gibt es auf www. horizonte-zingst. de.