Wir haben vier Foto-Rucksäcke mit einem Fassungsvermögen zwischen 20 und 30 Litern in der Preisspanne von 165 bis 430 Euro in der Praxis getestet. Die Bandbreite reicht vom kompakten Tagesrucksack bis zum geräumigen Modell für die mittelgroße Ausrüstung.
Von Thomas Probst
Wer mit der Kamera unterwegs ist, weiß, dass die Wahl der richtigen Tasche oft darüber entscheidet, wie entspannt eine Fototour verläuft. Schultertaschen sind vor allem bei City-Touren oder der Straßenfotografie beliebt, da sie sich schnell öffnen lassen und sich ideal für den zügigen Objektivwechsel eignen. In anderen Situationen geraten sie jedoch an ihre Grenzen.
Spätestens wenn das Equipment schwerer wird oder die Strecke länger ist, macht sich die einseitige Belastung einer Schultertasche bemerkbar. Dann beginnt der Gurt zu drücken oder die Tasche schlenkert seitlich am Körper hin und her. Das kann vor allem beim Wandern in den Bergen problematisch werden. Hier spielen Foto-Rucksäcke ihre Stärken aus. Sie verteilen das Gewicht gleichmäßig auf beide Schultern und den Rücken. Das sorgt auf längeren Touren für enorme Entlastung.
Ein gut konstruierter Rucksack sitzt eng am Körper, wackelt nicht und bietet langfristig einen hohen Tragekomfort. Auch für größere Ausrüstungen mit ein oder zwei Kameras, mehreren Objektiven oder einer Drohne bieten Rucksäcke flexiblere Organisationsmöglichkeiten und ein Plus an Stauraum. Natürlich hat auch der Rucksack seine Eigenheiten: Der Zugriff dauert oft einen Tick länger, und im Gedränge einer Stadt ist eine Schultertasche manchmal praktischer. Wer sich jedoch länger abseits befestigter Wege bewegt oder mehr Komfort wünscht, wird die Vorteile eines Rucksacks zu schätzen wissen.