Foto: Anonymous, French man carries head on a wheelbarrow, c. 1900 – c. 1910.
FINALE AUSSTIEG 25
Fake News seit 1860
Text: Michael Hüttinger, Foto: Rijksmuseum
Foto: Anonymous, French man carries head on a wheelbarrow, c. 1900 – c. 1910.
Eine Ausstellung im Rijksmuseum befasst sich mit Fotomanipulationen zwischen 1860 und 1940 – und beweist damit, dass irreführende Bilder nicht nur ein Problem des 21. Jahrhunderts sind: Geister erschienen per Doppelbelichtung, unerwünschte Personen verschwanden mit Retuschepinsel, und ganze Szenen wurden per Collage neu zusammengesetzt. Ganz ohne Photoshop – aber mit viel Fantasie und dunkler Kammer.
Was können wir daraus lernen? Bilder haben nie nur abgebildet, sie haben immer schon inszeniert, überhöht und ja, gelogen. Wer also glaubt, erst KI mache Fotos fragwürdig, war noch nicht in der Ausstellung „ FAKE!“ in Amsterdam. Die 50 historischen Bilder, die dort gezeigt werden, präsentieren kreative und trügerische visuelle Illusionen, die zum Schmunzeln anregen.