PhotoWeekly 22.07.2026 | Page 16

Foto: Mick Hutson

SPECIAL BLITZEN 16

Foto: Mick Hutson

BETONEN BLITZLICHT ALS AUFHELLER

Ein Blitz am helllichten Tag – und das auch noch in einem Raum mit viel natürlichem Licht? Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Doch genau dieser zusätzliche Lichtimpuls kann das Motiv sichtbar aufwerten. Richtig eingesetzt, sorgt das Blitzlicht für lebendige Reflexe in den Augen( Catchlights), hellt das Gesicht auf und mildert Schatten.

Platziere das Model in Fensternähe, sodass weiches Tageslicht auf das Gesicht fällt. Der Blitz wird auf einem Stativ direkt neben dem Fenster positioniert. So treffen Blitzlicht und natürliches Licht aus ähnlicher Richtung auf das Motiv. Um das Blitzlicht möglichst unauffällig einzubetten, empfiehlt sich ein großer Lichtformer, zum Beispiel eine Softbox. Je größer der Lichtformer, desto natürlicher wirkt das Ergebnis. Die Blitzleistung sollte bewusst niedrig eingestellt werden, um nur sanft aufzuhellen. Stelle deine Kamera auf manuellen Modus( M). Wähle eine offene Blende( zum Beispiel f / 5 oder kleiner), um einen harmonischen Mix aus Tageslicht, Umgebungslicht und Blitz zu erzielen. Da sich Lichtverhältnisse durch Sonnenstand oder Wolken verändern können, solltest du Blende und ISO während des Shootings flexibel anpassen.

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1 Motiv absetzen: Wird der Blitz dominanter und gezielt aufs Motiv gerichtet, hebt sich dieses vom Hintergrund ab. Der Kontrast zwischen Motiv und Umgebung entsteht durch das Verhältnis von Blitz- zu Umgebungslicht.

2 Dynamisches Licht: Ein intensiver gesetztes Blitzlicht sorgt dafür, dass Umgebungslicht kaum noch aufs Motiv fällt. Das Resultat: ein kontrastreicher, bildstarker Look.

Blitzen in der Landschaftsfotografie