O bwohl Fotos statisch sind, können sie ein starkes Gefühl von
Bewegung vermitteln. Wenn wir Bilder betrachten, tendieren wir dazu, unseren Blick in die Bewegungsrichtung weitergleiten zu lassen. Gibt es aber keinen Raum innerhalb des Bildes, in dem sich das Motiv bewegen kann, vermittelt das ein Gefühl von Ungleichgewicht oder Unbehagen. Der freie Raum links vom Jungen in unserem Beispiel gibt den Schirmchen seiner Pusteblume Platz, davonzufliegen. Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für sich bewegende Objekte. Wenn du ein Porträt betrachtest, folge dem Blick des Porträtierten. Der Porträtierte braucht einen freien Raum, in den er blicken kann.
WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO?
Die Position des Jungen ist kein Zufall. Durch den freien Raum links vom Hauptmotiv gewinnt das Bild ein Gefühl von Leichtigkeit.
1 Durch die Platzierung des Jungen am rechten Bildrand gibt ihm der Fotograf in seiner Lauf-, Blick- und Pusterichtung nach links viel Raum zum Spielen.
2 Die aufgenommene Handlung – das Pusten der Pusteblume – profitiert ebenfalls von diesem Raum, in den die kleinen Schirmchen fliegen. Wir können ihre Bewegung förmlich spüren.