Wolfgang Heinen ist Herausgeber diverser Fotomedien und seit mehr als 30 Jahren in der Imaging-Branche aktiv.
DEUTSCHES FOTOMUSEUM
Das Ende eines tollen Projektes
Von Wolfgang Heinen
Jammerschade: Weil der Stadtrat von Markkleeberg beschlossen hat, dem Deutschen Fotomuseum den Mietvertrag zu kündigen, um mit dem Kulturamt selbst in das Museumsgebäude einzuziehen, musste das Museum am 27. September für immer schließen. Das Museum galt bisher als eine der bedeutendsten Institutionen seiner Art und präsentierte eine einzigartige Kombination aus Fotokunst, Kulturgeschichte und historischer Kameratechnik. Die Sammlung umfasst insgesamt über 70.000 Fotografien sowie 3.000 historische Kameramodelle aus drei Jahrhunderten. Nach 13 erfolgreichen Jahren mit 46 Sonderausstellung und stets großem Publikumszuspruch verabschiedet sich eine Einrichtung der Erinnerungskultur von seinem Publikum. Das Deutsche Fotomuseum hat internationale Bekanntheit erlangt und gezeigt, dass Kunst und Technik die beiden Seiten einer Medaille sind. Hier erlebten die Besucher eine Zeitreise durch die Geschichte der Fotografie von den Anfängen bis zur Gegenwart und konnten Werke der berühmtesten Fotografen der Welt besichtigen wie Helmut Newton, Elliott Erwitt, August Sander, Man Ray und vielen anderen.