PhotoWeekly 04/2019 | Page 25

MEIN SMARTPHONE 25 Praxis Geschichten kreieren In der kalten Jahreszeit ist Zeit zum Aufräumen. Tauche ab in dein Bildarchiv des letzten Jahres, kehre mit einem Bilderschatz wieder und erzähle neue Geschichten mit deinen Aufnahmen. Von Simone Naumann Wer seine Aufnahmen nicht ordentlich sortiert, verschlagwortet und gegebenenfalls aussortiert hat, hat jetzt genügend Gelegenheit dazu. Bei ei- nem Fotografiebegeisterten landen sicher zwischen 2.000 bis 4.000 Bilder pro Jahr auf der Festplatte. Zeit, diese mal aus ihrem Dornröschenschlaf zu ho- len und unter neuem Titel spannend zu gestalten. Ohne langes Suchen kann man schon mit einfa- chen Einzelaufnahmen aufregende Geschichten erzählen. Stelle unterschiedliche Aufnahmen, die zu unterschiedlichen Anlässen oder Zeitpunkten aufgenommen wurden, zu Bildgruppen zusammen. Mit diesen Bildgruppen kannst du, allein durch ihre thematische oder formale Verbindung zueinander, neue Geschichten kreieren. 1 Bildpaar Ein Bildpaar besteht aus zwei un- terschiedlichen Bildern. Häufig werden dabei Gegensätze darge- stellt. Trotz des gegensätzlichen Inhaltes ist es wichtig, auf eine op- tische Einheitlichkeit zu achten. Farbe oder Schwarzweiß, Kontrast, Schärfe, Unschärfe. Auch das Bild- format Hoch-, Quer- oder Quadrat- format sollte einheitlich sein. 2 Sequenz Mit einer Sequenz erzählst du durch mehrere Bilder eine Ge- schichte, eine Kurzgeschichte. Es wird eine Handlung an ein und demselben Ort dargestellt. Achte auch hier wieder auf die op- tische Einheitlichkeit. Farbe oder Schwarzweiß, Kontrast, Schärfe oder Unschärfe. Auch das Bildfor- mat Hoch-, Quer- oder Quadratfor- mat sollte wieder einheitlich sein. 3 Zyklus Sammelt man stets an unter- schiedlichen Orten dieselben Motive, entsteht ein Zyklus. Zum Beispiel wie diese Fahrrad- klingeln, die an unterschiedli- chen Orten gesammelt wurden. Achte auch hier wieder auf die optische Einheitlichkeit: Far- be oder Schwarzweiß, Kontrast, Schärfe, Unschärfe und natürlich auf das Bildformat. Jetzt nur noch die neuen alten Schätze zusammenstellen, rah- men oder auf eine Leinwand zie- hen und dem frischen Touch in Wohnung oder Büro steht nichts mehr entgegen. Unsere Autorin: Simone Naumann ist seit 2010 als Fotografin tätig – und erledigt heute bereits viele professionelle Fotoaufträge mit ihrem iPhone. Unter dem Motto „Die besten Bilder kommen aus der Hosentasche“ liefert sie in jeder Ausgabe von PhotoWeekly praktische Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone: frech, spontan, modern. www.simone-naumann.com; www.die-smartphotoschule.de