PhotoWeekly 04.03.2026 | Page 15

SPECIAL INTERVIEW 15

IAN ASPREY

Der autodidaktische Landschaftsfotograf Ian Asprey lernt schnell. In nur wenigen Jahren hat er sich von seinem ersten Nikon- Kauf zu bedeutenden Auszeichnungen hochgearbeitet, leitet Astrofotografie- Workshops und verbringt seine Winter in Island.

Interview: Keith Wilson, Übersetzung: Ben Kraus, Fotos: Ian Asprey

Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen – Ian Asprey ist der lebende Beweis dafür. Der 53-jährige Maler und Dekorateur entdeckte die Fotografie erst vor weniger als sieben Jahren für sich, nachdem er seine Frau Suzanne gebeten hatte,

Ian Aspreys Bilder wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem beim „ Landscape Photographer of the Year“. In den Wintermonaten organisiert er Fotoreisen nach Island, die sich ganz der Nordlicht- fotografie widmen.

� www. ianasprey photography. co. uk ihm zu Weihnachten eine Kamera zu schenken. Er erinnert sich: „ Ich habe sie 2017 darum gebeten, aber sie hat mir keine gekauft – also bin ich selbst losgezogen und habe mir eine Kamera besorgt!“ Seitdem hat Asprey keine Zeit verloren: Er nutzt jede Gelegenheit zum Üben und hat sich mit viel Engagement so weiterentwickelt, dass er heute als einer

der versiertesten Landschaftsfotografen Großbritanniens gilt.

Seine Leidenschaft für das Wandern machte die Wahl des fotografischen Schwerpunkts naheliegend: „ Ich war schon immer gern in den Bergen unterwegs und hatte meist eine einfache Kompaktkamera dabei“, erzählt er. „ Ich sah diese grandiosen Landschaften und die beeindruckende Natur – aber ich konnte das nie so festhalten, wie ich es empfand. Da habe ich beschlossen, richtig Zeit in die Fotografie zu investieren.“

Zum Glück lebt Asprey in den Shropshire Hills, einer für ihre landschaftliche Schönheit bekannten Region in England. Doch es sind die wilden, dramatischen Gipfel von Snowdonia – nur wenige Autostunden entfernt – zu denen es ihn immer wieder zieht, um deren ständig wechselnde Stimmungen einzufangen.