PhotoWeekly 10.06.2026 | Page 13

SPECIAL KAUFBERATUNG 13

BILDBEARBEITUNGS- SOFTWARE

... für mehr Tempo und Präzision

Aus teils wild zusammenprogrammierten KI-Features der Vorjahre sind stabile, durchdachte Workflows geworden – wir zeigen, welche Bildbearbeitungssoftware wirklich überzeugt.

Von Jörg Rieger Espindola

Bildbearbeitung 2026 fühlt sich endlich erwachsen an. Die wilden KI-Spielereien der letzten Jahre sind nicht verschwunden – sie sind schlicht besser geworden. Masken sitzen genauer, Entrauschung arbeitet intelligenter und schneller, Perspektive und Licht lassen sich fast nebenbei korrigieren. Aus „ Wow, das geht?“ wird immer öfter „ Gut, das spart Zeit.“ Und genau das darf man von KI auch mittlerweile erwarten.

Verschiedene Ansätze

Spannend ist, wie unterschiedlich die Hersteller damit umgehen. Adobe schraubt weiter am Ökosystem, DxO perfektioniert seine Messtechnik bis ins letzte Pixel – und Affinity überrascht mit dem größten Umbruch im Feld: Photo heißt jetzt einfach Affinity, kommt als Suite im Paket und bringt dank Canva-Anbindung plötzlich einen ganzen Berg KI mit. Damit hatte so kaum jemand gerechnet. Dazu kommt: Braucht man keine KI, gibt es die App komplett gratis. Und dann gibt es noch GIMP. Ganz ohne KI. Ganz bewusst klassisch und schon fast ein bisschen trotzig, aber mit einem frischen Look.

Alles gut?

Ausrutscher? Fehlanzeige. Dafür gibt es zehn Bildearbeitungen mit Charakter und Lösungen für Einsteiger und Profis – und darum geht es in diesem Vergleich.

Die Marktführer