Friedensbild des Jahres: „ The Cut” von Silvia Alessi( Italien)
Die Jury des Global Peace Photo
Awards wählte aus 27.846 Einreichungen aus 144 Ländern die Arbeit „ The Cut“ der Italienischen Fotografin Silvia Alessi zum Friedensbild des Jahres 2026. In einem einzigen Foto hat die italienische Fotografin Silvia Alessi das Aufbegehren gegen die Unterdrückung von Frauen, einen Moment der Befreiung und die Sehnsucht, Frieden mit dem Leben machen zu können, festgehalten. Es sind aus Afghanistan nach Pakistan geflüchtete Frauen, von denen hier jede demonstrativ und selbstbewusst einen Föhn in die Luft reckt. Das beste Friedensbild in der Kinder- und Jugendkategorie, „ The Children’ s Peace Image of the Year 2026“, gewann die elfjährige Sesilia Shainadze aus Georgien mit ihrem Bild „ My Family“. Das ausgezeichnete Bild zeigt eine Szene im Haus der Großmutter, wo Sesilia mit ihr, mit Onkel, Tante, Cousinen und ihrem Hund ein Bühnenbild arrangiert hat, das ganz ihre eigene Idee war. Sie liebt es, dass bei ihrer Großmutter
Der Global Peace Photo Award würdigt Fotograf: innen, deren Bilder das Streben nach einer friedlichen Welt festhalten. globalpeacephotoaward. org immer viel los ist, fröhlich und bunt.
Die weiteren Alfred-Fried-Friedensmedaillen 2026 erhielten Antonio Denti aus Italien, Aleksandra Kossowska aus Polen und Mahmoud Abu Hamda aus Palestina.
The Children’ s Peace Image of the Year 2026 „ My Family“ von Sesilia Shainadze( Georgien) Für Sesilia ist Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg, für sie beginnt er, wo sich Familien in Wärme, Liebe, Zuwendung und Glück begegneten. Dies ist ihre gegenwärtige Vorstellung von einer friedlichen Welt.
Alfred-Fried-Friedensmedaille 2026 „ Il Mare in Mezzo( The Sea In Between)“ von Antonio Denti( Italien) Frieden machen mit dem Meer, das viele von ihnen in traumatischer Erinnerung haben. Das ist das Ziel einer Initiative in der Nähe von Rom, bei der Migrantinnen aus Afrika mit ihren in Italien geborenen Kindern die Angst vor dem Wasser verlieren sollen. Das Mittelmeer war für sie ein lebensbedrohliches Element, als sie es in fragilen Schiffen überqueren mussten, eine Art zweite Wüste nach ihrer Route durch die nordafrikanische Dürre. Und nicht selten eine tödliche Barriere zwischen der Heimat und dem erträumten Ziel in Europa.
Alfred-Fried-Friedensmedaille 2026 „ The World by Touch“ von Aleksandra Kossowska( Polen) Aufzuwachsen in einer Welt, die von Beginn an unsichtbar ist. Das Begreifen der Welt durch Berührung, Töne, Texturen, Gerüche – und nirgendwo Licht. Blindheit in Bilder zu fassen, hat auch die polnische Fotografin Aleksandra Kossowska nicht vermocht. Die Sternenwolken, die sie den Schwarz-Weiß-Fotos blinder oder schwer sehbehinderter Kinder in einer Schule im äthiopischen Sebeta, südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, hinzugefügt hat, sind ihr Versuch einer Übersetzung. Sie visualisieren eine Aura, vielleicht Erkenntnisblitze, die auch ohne das Sehen möglich sind. Vielleicht Gefühle. Vielleicht eine Interaktion zwischen Innen- und Außenwelt. Vielleicht auch etwas von Sehenden nur schwer zu Benennendes.
Alfred-Fried-Friedensmedaille 2026: „ Wings of Childhood and Peace“ von Mahmoud Abu Hamda( Palestina) Bilder von einer Kindheit in Gaza mit einem Friedenspreis auszuzeichnen, muss auf den ersten Blick verwundern. Kaum irgendwo anders in den vergangenen Jahren haben schließlich gerade Kinder so fürchterlich gelitten. Doch selbst hier ist ein Kinderlachen zu sehen. Kindheit hier, das zeigt der palästinensische Fotograf Mahmoud Abu Hamda in seinen anrührenden Bildern, ist nicht komplett verschwunden. Sie hat sich nur unter immensem Druck zu behaupten.