Farbkontraste gibt es in vielen Ausprägungen. Fast alle lassen sich auf die Fotografie anwenden. Beim Farbe-an-sich-Kontrast treffen reine Farben aufeinander.
Vielleicht gilt es vorab zu klären, woher die Theorie zu Farbkontrasten überhaupt stammt. Seit Beginn der Malerei experimentierten Künstler damit, ihre Motive hervorzuheben, damit sie sich beispielsweise stärker von einem Hintergrund absetzen. Sie verstanden schnell, dass der richtige Einsatz von Kontrasten einem Bild mehr Reize geben und den Blick lenken kann.
Künstler zur Zeit des Expressionismus wurden in ihrem Malstil radikal. Sie stellten großflächig reinbunte Farben nebeneinander – also Gelb, Blau und Rot und sorgten so für kräftige Kontraste. Sobald zwei reine Farben aufeinandertreffen, spricht man von einem Farbe-an-sich-Kontrast. Je mehr Farbflächen im Bild vereint sind, desto knalliger wirkt das Resultat. In der Fotografie lassen sich damit wunderbare Aufnahmen erzielen: Türen, Fenster und bunte Wände eignen sich als Motive bestens.