Wenn sich Farbflächen in einem ebenmäßigen Verhältnis gegenüberstehen, wirken sie besonders harmonisch.
Beim sogenannten Quantitätskontrast geht es um Harmonie. Manche Farben wirken, wenn sie als Flächen im Bild aufeinandertreffen, für unser Auge in bestimmten Verhältnissen ausgewogener als andere. Mit diesem Phänomen hat sich schon Goethe seinerzeit beschäftigt. Nach seiner Theorie harmonieren ein Teil Orange und zwei Teile Blau miteinander ebenso gut wie ein Teil Gelb zu drei Teilen Violett. Grün und Rot müssten nach Goethe im gleichen Verhältnis im Bild auftauchen, um einem Bild Ausgewogenheit und Ruhe zu verleihen.
In Stein gemeißelt sind diese Proportionen allerdings nicht. Auch der Quantitätskontrast lässt Platz für Experimente. Fakt ist aber: Nicht alle Farben harmonieren gleich gut miteinander. Solche Disharmonien werden dann wiederum genutzt, um Bilder spannender wirken zu lassen.