Im Herbst gibt es im Wald jede Menge Motive, und es spielt keine große Rolle, wenn das Wetter nicht perfekt ist. Halte die sich verändernden Farben der Jahreszeit fest, fotografiere Wege durch den Wald und mache Langzeitaufnahmen von Bächen – mit Wasserfällen wirken sie besonders stark.
TOP-TIPP Die Sonne steht jetzt tiefer, also geh früh morgens los, um Bodennebel und Dunst einzufangen, während die Sonne zwischen den Bäumen hindurchbrennt. Ist die Sonne sichtbar, versuche sie hinter Baumstämmen zu platzieren, damit Lichtstrahlen entstehen und der Rest des Bildes nicht stark unterbelichtet wird.
12 SPORTLER FOTOGRAFIEREN
Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Sportarten, doch besonders beliebt ist der Herbst, wenn die neuen Fußballund Rugbysaisons in vollem Gange sind. Wie bei allen professionellen Sportarten brauchst du eine Akkreditierung, die zum jeweiligen Spielniveau passt, aber auf Amateurebene gibt es meist gute Möglichkeiten mitzumachen – oft ganz ohne großen Aufwand.
TOP-TIPP Der Schlüssel liegt darin, die Action einzufrieren, also nutze eine Verschlusszeit von 1 / 800 Sekunde oder kürzer. Wenn dein Objektiv kein Profi-Modell ist, arbeitest du möglicherweise mit f / 6,3 – in diesem Fall solltest du den ISO-Wert auf Auto stellen.
13 LEUCHTENDE KÜRBISSE
Nichts steht mehr für den Herbst als importierte Bräuche wie das Kürbisschnitzen, auch wenn die Tradition ursprünglich aus Irland stammt – von dort brachten irische Auswanderer die Idee in die USA. Also schnitze deinen Kürbis, dekoriere ihn, setze eine Kerze hinein und fotografiere eine Person, die ihn bei Dunkelheit hochhält, um eine gruselige Stimmung zu erzeugen. Verwende eine offene Blende und fokussiere entweder auf die Person oder auf den Kürbis. Mach zusätzlich ein drittes Foto mit einer Blende von f / 8, damit sowohl Person als auch Kürbis scharf abgebildet sind.
14 SCHIFFWRACKS
Überall dort, wo es eine Küste gibt, findest du Schiffe, die auf Grund gelaufen, gesunken oder dem Verfall überlassen wurden. Wracks aus Metall halten sich als rostige Rümpfe deutlich länger, von hölzernen Schiffen ist oft nur noch die Silhouette übrig. Gestalte dein Bild so, dass das Wrack Teil der Küstenlandschaft ist, und platziere es nach der klassischen Drittelregel auf einem Schnittpunkt der horizontalen und vertikalen Linien. Alternativ kannst du ganz nah herangehen und eine Perspektive wählen, bei der der Blick vom Wrack aus in die Szene hinausführt.
15 REGENTAGE
Nur weil es regnet, musst du das Fotografieren nicht einstellen. Werde kreativ und fotografiere Regentropfen, die in Pfützen fallen oder auf Fensterscheiben treffen – am besten mit einem Makroobjektiv. Geh noch einen Schritt weiter, indem du durch regennasses Glas Menschen auf der Straße fotografierst oder von draußen nach innen blickst. Nutze den manuellen Fokus, um auf die Person und nicht auf die Scheibe zu fokussieren. Probiere außerdem eine Landschaftsaufnahme mit langer Belichtungszeit im Regen aus, um zu sehen, welche Wirkung dabei entsteht.