Auf weiße Weihnachten zu hoffen ist vielleicht optimistisch, doch im Januar steigen die Chancen, eine Landschaft mit einer Schneedecke zu erleben. Schon davor sorgen kalte Nächte für zugefrorene Seen, Raureif auf Pflanzen und gelegentlich auch auf Bäumen. Eine winterliche Landschaft wirkt fotografisch völlig anders als im Sommer – also zieh dich warm an und geh hinaus, um zu entdecken, was sich finden lässt.
TOP-TIPP Schnee bringt jedes Belichtungsmesssystem durcheinander, da er sehr hell ist und stark reflektiert, was zu Unterbelichtung führt. Stelle daher eine Belichtungskorrektur von + 1 EV ein, um das auszugleichen.
17 WILDTIERE
Auch wenn das Winterwetter oft ungemütlich ist, gibt es dennoch viele Tiere zu fotografieren – darunter auch Stadtbewohner wie Füchse oder Eichhörnchen. Begegnet dir ein Eichhörnchen im Park oder im Wald, ist es meist auf Nahrungssuche oder gräbt Vorräte aus, die es zuvor versteckt hat. Verwende ein Teleobjektiv mit 200 – 300 mm Brennweite und eine offene Blende, um das Sammeln, Ausbuddeln oder Fressen der Wintervorräte festzuhalten. Fokussiere dabei direkt auf das Eichhörnchen.
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WINTER- UND WEIHNACHTSMÄRKTE
Die Zeit der Gemütlichkeit ist da, doch bevor du dich dem Glühwein widmest, lohnt sich ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, um Lichter, Dekorationen und Händler zu fotografieren.
TOP-TIPP Fotografiere im manuellen Modus. Stelle die Verschlusszeit auf 1 / 125 Sekunde und den ISO-Wert auf Auto, damit du nicht ständig über Einstellungen nachdenken musst und dich ganz auf die Motive vor dir konzentrieren kannst.
19 LICHTSPUREN IN DER STADT
Wenn die Nächte lang sind und schlechtes Wetter herrscht, gibt es keinen Grund zu verzweifeln. Fahr stattdessen in die Stadt und nutze die Bedingungen für Langzeitaufnahmen in der Dämmerung. Fotografiere am besten, solange noch etwas Restlicht am Himmel ist – und wenn es geregnet hat, umso besser, denn Neonlichter spiegeln sich dann auf dem nassen Asphalt. Baue dein Stativ an einem Ort mit geschwungenen Straßen oder vor Gebäuden und Geschäften mit vielen leuchtenden Schildern auf. Verwende manuellen Fokus und stelle auf den Hintergrund oder markante Elemente scharf. Wähle den ZeitautomatikModus und eine Belichtungszeit zwischen acht und 15 Sekunden.
20 WINTERLICHE PORTRÄTS
Fange die Stimmung des Winters ein, besonders wenn es schneit. Zuerst sollte dein Motiv sich warm einpacken – Mützen und Mäntel mit Kunstfell sehen dabei besonders gut aus – und als Nächstes spielt das Wetter eine wichtige Rolle. Strahlender Sonnenschein ist für Landschaften schön, erzeugt bei Porträts aber harte Schatten. Ideal ist bedeckter Himmel, der das Licht weich macht. Schnee hat den Nachteil, dass er dem Motiv ins Gesicht fällt, deshalb sollte die Person geschützt stehen, während du im Freien durch den fallenden Schnee fotografierst. Nutze eine Blende von f / 1,4 bis f / 2, um den Hintergrund unscharf werden zu lassen.