D as Komponieren der Elemente in einem Bild ist so etwas wie visuelle Sprache. Du kannst sie dazu verwenden, deine Bilder eine bestimmte Botschaft vermitteln zu lassen. So wie wir manchmal das geschrieben Wort einsetzen, um bewusst zu überraschen, können wir das auch mit Fotos tun. Das sollte aber bewusst geschehen. Es empfiehlt sich, eine Regel zur gleichen Zeit zu brechen, so wie im Bild oben: Die Regel zur Ausrichtung des Horizonts bei Landschaftsaufnahmen besagt, dass er nicht in die Mitte positioniert werden sollte, sondern eher gemäß der Drittelregel. Wenn der Vordergrund interessante Details bietet, nimmt man mehr vom Boden ins Foto auf. Ist der Himmel mit dramatischen Wolken bedeckt oder hat er eine außergewöhnlich starke Farbe, füllt man etwa Zweidrittel des Bildausschnitts mit ihm. Anders verhält es sich jedoch bei Wasserspiegelungen. Hier wirkt das genau in zwei symmetrische Bereiche aufgeteilte Bild besonders ruhig und harmonisch. Denke also immer daran: Für jede Regel existiert irgendwo ein Foto, welches beweist, dass du diese ignorieren und trotzdem fantastische Aufnahmen erzielen kannst.
WARUM FUNKTIONIERT DAS FOTO?
Eine Landschaftsaufnahme, die durch die perfekt symmetrische Wasserspiegelung das Gefühl von Ruhe und Geborgenheit erweckt.
1 Der Horizont ist genau in der Mitte des Bildes positioniert, so dass kein Teil des Berggipfels abgeschnitten wird – auch nicht in der Spiegelung im Wasser.
2 Die Dreiecksformen( Bergkegel, Negativform des Himmels und Wassers, Steine im Vordergrund) stehen im angenehmen Kontrast zur perfekten Symmetrie.